Kraut und Rübchen

Was dem Gärtner in Deutschland die Jahreszeiten, sind in The Gambia die Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Es regnet von Juni bis Oktober, gewöhnlich in den Nachtstunden, manchmal in Form heftiger Wolkenbrüche. In der Trockenzeit von November bis Mai gibt es keinen Regen, die Luftfeuchtigkeit sinkt auf 30% und die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sind deutlich größer als in der Regenzeit.

Das alles und noch viel mehr gilt es bei der Wiederbelebung des Schulgartens der Rhema Abam School zu beachten. Angeregt von der Stellvertretenden Schulleiterin Fatou Boye sollen damit auch die Vorgaben des Bildungsministeriums (MoBSE) zielstrebig umgesetzt werden. Unterstützung kommt von Alieu Joof, der eine Konzeption für das Projekt geschrieben hat. Alieus Studium an den Univercity of Gambia wird von unserem Verein gefördert und er möchte mit seiner Beteiligung am Projekt etwas zurückgeben, indem er seine Fähigkeiten für den Unterricht der Kinder über gute landwirtschaftliche Praktiken einsetzt.

Und wir beteiligen uns mit der Bereitstellung von Geldern für den Kauf von Gartengeräten und Sämereien am Projekt. Unser Verein stellt dafür 170 Euro zur Verfügung.

Geplant ist der Anbau von Salat, Gurken, Tomaten, Karotten und Zwiebeln für den Eigenbedarf. Jede Klasse übernimmt die Bearbeitung eines Beetes und jeder Schüler hat seine „eigene“ Pflanze. Gefördert werden soll bei den Kindern die Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein, eine positive Einstellung zu gesunder Ernährung und das Wissen und Verständnis für die Produktion von Lebensmitteln.

Wir wünschen Fatou, Alieu und den Kindern mit dem Gartenprojekt viel Erfolg und eine reiche Ernte.

 

Lehrerpension in Kerr Ardo

Anfang Januar diesen Jahres haben wir zu einer Spendenaktion für den Wiederaufbau der Pension für Lehrer der Grundschule im Ort Kerr Ardo aufgerufen. Das Gebäude wurde durch einen Sturm im Sommer 2021 stark beschädigt. Wir konnten bis zum März auch schon einige Spender-/innen gewinnen.

Die Präsidentin unseres Vereins, Steffi Bartel, hat im März 2022 in Gambia nähere Informationen eingeholt, um unsere Spendenaktion optimal ausrichten zu können. Wir konnten zu unserer Freude sehen, dass das Haus in Kerr Ardo errichtet und fertig ist zur Nutzung. Es ist bereits Hilfe von anderer Seite eingetroffen. Wir freuen uns sehr für die Schülerinnen und Schüler in Kerr Ardo und ihre Lehrer – und wir lernen: in Not wird dankbar die Hilfe angenommen, die zuerst kommt. Die Möglichkeiten unseres kleinen Vereins hatten nicht gereicht, sofort helfen zu können. Den Menschen in Kerr Ardo konnten andere schneller helfen, das ist auch gut.

Wir werden uns anderen Aufgaben zuwenden: denn die uns zweckgebunden zugegangenen Spenden wollen wir natürlich im Einvernehmen mit unseren Spenderinnen und Spendern einsetzen. Wie schon oft in unserer Beziehung zu Gambia ändern sich die Dinge unerwartet und an unterschiedlichen Punkten gleichzeitig.

In eigener Sache – Rückschau, optimistischer Ausblick und Spendenaktion

Wir möchten an dieser Stelle allen Unterstützern und Förderern der Projekte unseres Vereines herzlich danken. Wir wünschen Euch allen ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Gesundheit, Glück und einen optimistischen Blick auf die Zukunft.

Für unseren Verein war 2021 ein erfolgreiches Jahr. Wir haben unser Förderprogramm für die Rhema Abam School fortgesetzt und darüber hinaus vermehrt SchülerInnen an anderen Schulen sowie Auszubildende an Sponsoren vermittelt.

Wir haben die Förderung von Atta Boye, einem Mädchen mit Entwicklungsverzögerung, in unser Programm aufgenommen und unterstützen die Familie mit dem Kauf von Lebensmitteln für eine ausgewogene und gesunde Ernährung des Kindes. Darüber hinaus fördern wir eine regelmäßige Betreuung mit Bewegungstherapie.

Mit einer spontanen Spendenaktion im September, konnten wir 2.160 Euro in das von einem Sturm stark in Mitleidenschaft gezogene Dorf Kerr Ardo schicken. Von diesem Geld wurde Reis für betroffene Familien gekauft. Wie anlässlich eines Besuches im Dorf zu erfahren war, kam diese Hilfe genau zur richtigen Zeit.

Die Anfang des Jahres an der Rhema Abam School eingerichtete Bibliothek arbeitet unter der Leitung eines Lehrers der Schule erfolgreich und wird von den SchülerInnen angenommen. Der Buchbestand wird nach einem für die Kinder leicht zu erlernenden Zellensystem präsentiert; Bibliotheksregeln wurden ausgearbeitet und angewendet. Bücher werden an SchülerInnen verliehen und im Unterricht eingesetzt. Unser Verein finanziert 2/3 der Halbtagsstelle für den Bibliothekar. Für die Verbesserung der Raumsituation wurden zwei Deckenventilatoren finanziert und installiert.

Und wir haben die Arbeitsweisen unseres Vereines weiterentwickelt. Mittlerweile sind wir als NGO in The Gambia registriert, verfügen über zwei eigene Konten vor Ort, was unsere Transferkosten für Bargeld reduzieren wird, und haben zwei zuverlässige Mitarbeiter, die sich um die Belange vor Ort kümmern. Die Vernetzung und Zusammenarbeit mit befreundeten Vereinen, die in The Gambia arbeiten, wurden weiter ausgebaut.

Für das Neue Jahr haben wir uns wieder viel vorgenommen. Unser zentrales Projekt, die Patenschaften für SchülerInnen, Auszubildende und StudentInnen gilt natürlich unsere größte Aufmerksamkeit. Aktuell sind wir auf der Suche nach Sponsoren für sechs junge Menschen, die finanzielle Hilfe für die Fortführung der Schule und die Aufnahme einer Ausbildung brauchen.

Die Unterstützung der Familie von Atta Boye werden wir aufrechterhalten. Das Mädchen erzielte im letzten Jahr ermutigende Fortschritte in ihrer körperlichen und geistigen Entwicklung.

Die Weiterentwicklung der Bibliothek an der Rhema Abam School werden wir auch im neuen Jahr begleiten. Geplant sind zwei neue Regale für die Unterbringung von Spielen.

Versammlung in Kerr Ardo

Und wir werden an die erfolgreiche Arbeit in Kerr Ardo anknüpfen und uns am Aufbau der Lehrerpension der Grundschule dort beteiligen. Das Engagement der Menschen des Dorfes hat uns überzeugt, uns für die Wiedereröffnung der Schule einzusetzen. Dafür starten wir eine Spendenaktion (Download Spendenaufruf).

Wir hoffen, dass wir unsere Arbeit in The Gambia mit der Unterstützung all unser FörderInnen, SponsorInnen und SympathisantInnen auch in Zukunft fortsetzen können.

Reis für Kerr Ardo

Gratulation, Ihr habt unseren Spendenaufruf zu einem vollen Erfolg werden lassen. Insgesamt konnten wir Hilfsgelder in Höhe von 2.160 Euro nach Kerr Ardo schicken. Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis für unseren kleinen Verein. Vielen Dank an alle Spender.

Von dem Geld wurde eine Hilfslieferung Reis für die Familien Kerr Ardos gekauft. In nüchternen Zahlen; insgesamt 83 Säcke Reis mit je 50 kg Inhalt. Jeder Haushalt in Kerr Ardo bekam davon eine Anteil von 34 kg. Von dieser Menge kann eine Familie im Schnitt einen halben Monat leben.

Damit ist zwar noch kein Haus aufgebaut, kein Feld neu bestellt und kein Haustier gekauft. Doch unsere Hilfe gibt den Menschen von Kerr Ardo Hoffnung und Zuversicht. Und unsere Hilfe wurde von den Menschen in Kerr Ardo mit großer Freude und überaus dankbar angenommen.

In einem Anerkennungsschreiben übermittelte uns Herr Salifu Jallow, der Ortsvorsteher von Kerr Ardo seinen und den Dank des ganzen Dorfes für die geleistete Hilfe. Unser Sekretär Sheikh Joof hat sich eindrucksvoll um die Koordination der Hilfslieferung vor Ort gekümmert. Seinen bewegenden Bericht findet ihr hier zum Download.

Wir danken nochmals allen Beteiligten an dieser gelungenen Hilfsaktion.

Spendenaufruf für Sturmopfer

Am 07. Juli 2021 tobte ein schwerer Sturm über dem kleinen Dorf Kerr Ardo in Gambia. Kerr Ardo liegt nördlich des Gambia River an der Grenze zum Senegal (Open Location Code 7C55HXH3+QX).

Der Sturm zerstörte fast das gesamte Dorf, deckte Dächer ab, stürzte Bäume um, riss Mauern ein. 150 Haushalte sind betroffen. 98 Familien wurden obdachlos, verloren viel Vieh und Lebensmittel. Die meisten Opfer suchten aufgrund des Desasters Zuflucht in der „Arabic and Basic Cycle School“.

Die betroffenen Familien brauchen Hilfe für Ihren Lebensunterhalt und beim Wiederaufbau der Häuser und ihrer Ortschaft. Erste Hilfsgelder sind bereits eingetroffen. Bitte helft die Situation der Menschen in Kerr Ardo zu verbessern und zeigt ihnen, dass sie in dieser schwierigen Situation nicht allein sind.

Wir bitten Euch, Spenden auf unser Vereinskonto DE48 1007 7777 0587 1215 00 bei der Norisbank zu überweisen. Auf Wunsch stellen wir Spendenquittungen aus. Mit diesem Link bekommt ihr unseren Flyer zur Spendenaktion, den ihr gern weitergeben könnt.

Step by step

Auf einer ihrer letzten Reisen lernten Steffi und Norbert Atta kennen. Sie war damals vier Jahre alt, bewegte sich nur krabbelnd auf dem Boden und konnte nicht sprechen. Die Ursache für Attas Entwicklungsrückstand ist eine Asphyxie während der Geburt. Ihre medizinische Prognose ist niederschmetternd. Wahrscheinlich wird sie ihr ganzes Leben lang mit körperlichen und geistigen Entwicklungsverzögerungen leben müssen.

Für Atta wurde ein Rollstuhl besorgt, der ihr mit Hilfe einer BetreuerIn mehr Bewegungsfreiheit geben sollte. Doch Atta hatte andere Pläne. Sie begann, allen Widrigkeiten zum Trotz, zu stehen, machte erste zaghafte Schritte und begann zu sprechen. Und statt eines Rollstuhls bekommt Atta jetzt unsere Unterstützung. Ihre Eltern erhalten monatlich Geld für den Kauf von Obst und Gemüse. Attas Onkel absolviert mit ihr gymnastische Übungen. Das alles wurde möglich Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung von Henrike Rieken, Sascha Maier und Ulf Miklis. Euch allen herzlichen Dank.

 

 

Vertragsabschluss

Raum renovieren, Regale aufstellen, Bücher rein und fertig ist die Bibliothek. Ganz so einfach ist es leider nicht. Für einen organisierten Bibliotheksbetrieb ist es notwendig, den Bücherbestand zu pflegen, einen Leihbetrieb zu organisieren, Regeln für die Benutzer aufzustellen. Und den Bestand zu präsentieren und – den Bedürfnissen der Leser entsprechend – geschickt zu erweitern.

Unser Ziel war es, die Stelle einer Bibliothekarin/eines Bibliothekars zu schaffen und damit den Betrieb der Bibliothek zu sichern. Dieses Vorhaben ist gelungen. Anfang April haben die Schulleiterin und unser Verein einen Vertrag zur Finanzierung einer Arbeitsstelle in der Bibliothek unterschrieben. Die Schule beteiligt sich mit einem Drittel der Kosten, den Rest trägt unser Verein. Für die Arbeit an der Bibliothek konnte Francis Mendy gewonnen werden. Francis ist Lehrer an der Schule für die 4. Klasse und wird am Vormittag für zwei Stunden in der Bibliothek arbeiten. Wir hoffen die Bibliothek entwickelt sich unter seiner Leitung weiter. Wir wünschen Francis viel Erfolg bei seiner neuen Arbeit.

Kopieren im Schulleiterbüro

Der Kopierer im Büro der Schulleiterin war nicht mehr benutzbar. Die für den Schulbetrieb notwendigen Kopien wurden deshalb in einem Copyshop angefertigt. Das kostete die Schule im Jahr ca. 6.000 GMD (umgerechnet ca. 100 Euro). Eine vermeidbare Ausgabe. Geld für die Anschaffung eines neuen oder die Reparatur des vorhandenen Gerätes hatte die Schule nicht. Wir konnten an dieser Stelle helfen. Das neue Gerät kann Dokumente in kleineren Stückzahlen drucken und auch scannen.

Simon Mendy und Babcarr Ndow beim Einrichten des neuen Druckers

Möbel für die Rhema Abam School

Viele der Schulmöbel in den Klassen haben ausgedient. Schon lange ist es der Wunsch der Schule, neue Möbel anzuschaffen. Mit dem Kauf von zwei Klassensätzen Schulmöbeln konnten wir die Raumsituation für Schüler in zwei Klassen verbessern. Das wurde Dank der Unterstützung des Vereines Berufsbildung Gambia e.V. möglich. Die Schulmöbel stammen aus Spenden. Unser Verein half beim Verladen in einen Überseecontainer und bezahlte den Transport der Möbel nach Gambia.

Rettungsaktion für die Schaukel

Während der schulfreien Zeit im letzten Jahr wurde auf dem Hof der Rhema Abam School eine Schaukel errichtet. Das Material stammt aus Spenden und wurde mit einem Container nach Gambia gebracht. Für die Konstruktion kam Robinie zum Einsatz. Es heißt, dass Robinienholz eines der beständigsten Hölzer Europas ist und nicht nur extremen Witterungsbedingungen stand hält, sondern auch vielen Schädlingen.

Das wussten die in Gambia lebenden Termiten leider nicht und machten sich über die Stämme der Schaukel her. Die Konstruktion drohte, ein Opfer dieser Tiere zu werden. Es half nichts, die Insekten mussten mit der chemischen Keule vertrieben werden, damit die Schaukel von den Kindern auch zukünftig benutzt werden kann.

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